Sayonara Zetsubou Sensei   Leave a comment

Kafuka Fuura trifft auf ihrem Weg zur Schule einen Mann, der sich mit einer Schlinge um den Hals versucht zu erhängen. Als ihr klar wird, dass dieser Mann unmöglich Selbstmord begeht, sondern sicher nur seinen Rücken strecken möchte, um etwas größer zu werden, hat sie diesen tollen Plan auch schon vereitelt. In der Schule angekommen, stellt sich der neue Klassenlehrer vor. Nozomu Itoshiki, eben der Mann, der gerade noch mit einem Strick um den Hals an einem Baum hing.

Sayonara Zetsubou Sensei stellt episodenhaft die einzelnen Charactäre der Klasse vor. Dabei hat jeder von ihnen seine eigenen, extrem ausgebildeten Stereotypen eigenschaften. Der depressive Lehrer, der in allem das Schlechte erkennt. Die Schülerin, die nur das Gute sieht und alles andere ignoriert. Oder der unscheinbare Junge, den niemand wahrnimmt. Das für und wieder jeder dieser Charaktereigenschaften wird ausdiskutiert.

Dieser Anime erklärt die Welt. Vielleicht beschreibt er sie auch nur. Zumindest versucht er eins von beiden. Man muss den Argumentationen einfach immer wieder zustimmen. Auf die verdrehte Art und weise, wie jeder Einzelne seine Umgebung sieht, haben sie alle Recht. Und damit schafft er etwas tolles. Er bringt einen zum mitdenken. Mit plakativem Schwarz-Weiß gerede denkt man über sein eigenes Grau nach. Vielleicht findet man dabei ja sogar Bunt.

Ich halte diesen Anime für ein Meisterwerk, kann das aber leider nicht beweisen. Sayonara Zetsubou Sensei arbeitet an vielen Stellen agressiver Reizüberflutung. Da werden in schnellen Wortgefechtenimmer wieder für Bruchteile einer Sekunde Bilder mit Texten gezeigt. An jeder Tafel, jedem Plakat steht irgendetwas, dass in irgendeiner Art Bezug zum Thema hat, oder einfach einen neuen Gedanken verfolgt. Das gibt dem Anime eine gewisse Action, die ihn nicht langweilig werden lässt, fördert aber nicht gerade die Verständlichkeit. Wahrscheinlich müsste man Muttersprachler sein, um das irgendwie alles aufnehmen zu können. Sicherlich würde man dann auch noch viel mehr Anlehnungen und Deutungen sehen, die auf Kultur, Geschichte und Lebensweise gründen.

Sicherlich nichts, dass man sich eben mal nebenbei ansieht. Wenn man aber mal wieder Lust hat über Gott und die Welt nachzudenken, macht Sayonara Zetsubou Sensei jede menge Spass.

Erstwertung: 3/5
Zweitwertung: 3/5

Fansub von Shinigami-Neko-Subs

Achja, habe ich Spass gesagt?

Vorweg: Die Textmassen sind wirklich gewaltig. Überall ploppen neue Schriftzeichen im Hintergrund auf und das alles, während den zügigen Dialogen im Vordergrund. Dazu kommt, dass es keinesfalls platte Dialoge sind. Es heißt ja, man wächst an seinen Aufgaben. Was nicht heißt, das man dabei nicht hoffnungslos überfordert ist.

Zu Beginn hat mir alles eigendlich noch ganz gut gefallen. Mit steigender Zahl vor den Episoden fand ich die Übersetzungen aber immer unpassender. Dazu kamen häufig unnötig lange Satzkonstrukte und offensichtlich falsche Textpassagen.

Der Wechsel auf den englischen Sub hat bei mir allerdings auch keine Punkte gebracht, weswegen ich schnell wieder bei dem Deutschen hier war. Das hat mir den Spass an der Serie wirklich ziemlich verleidet.

Wertung: 1/5

Projektlink: http://shinigami-neko-subs.eu/?page_id=1118

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Veröffentlicht 11. Juli 2012 von Huma in Fansubs

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